Reihe Interkulturalität & Politik # 10
Datum: Mittwoch, 28. April 2010, 19.00 - 21.00 h
Ort: Heinrich-Böll-Stiftung
(Schumannstr. 8, 10117 Berlin-Mitte)
Jeder Flüchtling hat das Recht, in der Europäischen Union Hilfe und Schutz vor Verfolgung zu erhalten. Soweit die Theorie der Genfer Flüchtlingskonvention. Doch in der Praxis geht es Regierungen eher darum, die Zahl der Asylbewerber möglichst gering zu halten. Also doch Abwehr statt Schutz? Europas Grenzen sind kaum noch zu erreichen. Wer es trotz Visabestimmungen und Grenzschutzpatrouillen schafft, sieht sich oft mit abweisenden Verfahren und entwürdigenden Aufnahmebedingungen konfrontiert.
Tillmann Löhr gibt in seinem neu erschienenen Buch „Schutz statt Abwehr. Für ein Europa de Asyls“ einen Überblick über die Geschichte und Gegenwart der Flüchtlingspolitik und zeigt realistische, schnelle Verbesserungsmöglichkeiten auf. Doch die Frage bleibt: Sind die EU-Mitgliedsstaaten gewillt, legale Wege nach Europa zu eröffnen, wo doch der Trend in Richtung Verfestigung der Grenzen und Verlagerung des Problems nach Nordafrika geht? Und überhaupt: Welchen Stellenwert hat heute Asyl und Flüchtlingsschutz in Europa?
Die Buchpräsentation ist eine Kooperationsveranstaltung zwischen Heinrich Böll Stiftung und Wagenbach Verlag.
Programm
19.00 h
Buchpräsentation „Schutz statt Abwehr“
Tillmann Löhr, Autor, Berlin
Kommentare und Diskussion mit
- Prof. Dr. Albrecht Weber, Universität Osnabrück
- Karl Kopp, Europareferent Pro Asyl, Frankfurt a. M.
Moderation: Mekonnen Mesghena, Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin
21.00 h Ende (mit einem kleinen Imbiss)