Der Migrations-Entwicklungs-Nexus birgt zweifelsohne Chancen für verändertes, innovativeres und inklusiveres Entwicklungshandeln. Gleichzeitig ergeben sich in diesem für viele Institutionen neuen Handlungsfeld Risiken, die es zu identifizieren gilt. Werden im neuen politischen Handlungsfeld des Migrations-Entwicklungs-Nexus Geschlechterordnungen mitbedacht oder sorgt sie Euphorie des „Migrations-Entwicklungs-Mantras“ für geschlechterblindes Handeln, das Ungleichheiten fortschreibt? Jenseits der vereinfachenden Euphorie gilt es, oft unhinterfragte Annahmen kritisch zu beleuchten – sind Remittances nur positiv zu bewerten? Ist Mexikos Migrations- und Entwicklungspolitik tatsächlich so vorbildlich, wie sie häufig dargestellt wird?
- Doris Hilber diskutiert die Auswirkungen des "Migration and Development Mantras" auf die Geschlechterverhältnisse.
- Beatrice Knerr relativiert die allgemeine Euphorie mit einer kritischen Analyse von möglichen negativen Langzeitfolgen der Rücküberweisungen (remittances).
- Eva Gerharz untersucht die Rolle von MigrantInnen als Entwicklungsakteure am Beispiel von Diaspora Communities aus Konfliktgebieten.
- Simon Musekamp zeigt, dass jenseits des politischen Klimawandels die Verknüpfung von Migrations- und Entwicklungspolitik in Deutschland noch zahlreiche Inkohärenzen aufweist.