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Bild: Günther Beckers "Boatpeople"

 

ÜBERSICHT

Menschen in der aufenthaltsrechtlichen Illegalität in Deutschland: Was ist die Aufgabe der Kirche?
von Weihbischof Josef Voß (weiter)

Between Organising and Exclusion: Trade Union Strategies and Undocumented Migrant Workers
by Özge Berber Ağtaş, Beate Amler and Luciole Sauviat (weiter)

Illegalisierte Frauen in Privathaushalten
Ein Interview von Helen Schwenken (weiter)

Undocumented Migrants in the Workplace: A Rights-Based Approach
by Michele LeVoy and Sabine Craenen (weiter)

Legalisierungskampagnen: „Der zu realisierende Gewinn ist eine andere Gesellschaft“
von Frank John (weiter)

 
 
DOSSIER Leben in der Illegalität
Kirchenbesetzungen von MigrantInnen ohne Papiere in Ländern wie Frankreich, Spanien und Belgien sind die wohl bekanntesten Protestformen illegalisierter MigrantInnen. Ein Pendant ist das Kirchenasyl, welches Gemeinden Flüchtlingen und MigrantInnen mit prekärem oder nicht vorhandenem Aufenthaltsstatus gewähren. Doch auch abseits dieser medienwirksamen Aktionsformen gibt es für undokumentierte MigrantInnen und ihre Selbstorganisationen von MigrantInnen alltägliche Formen praktischer Unterstützung.
  • Weihbischof Josef Voß, Vorsitzender der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz sowie des Forums „Leben in der Illegalität“, definiert den Auftrag und das Selbstverständnis der Katholischen Kirche bei der Durchsetzung der sozialen Rechte der Menschen ohne legalen Aufenthalt und fordert nachhaltige Konzepte ein, die solche Lebenslagen verhindern.
  • Wie sich Gewerkschaften auf illegalisierte MigrantInnen und deren Beschäftigungsverhältnisse beziehen, wird von Özge Berber Ağtaş, Beate Amler und Luciole Sauviat thematisiert. Sie geben einen umfassenden Überblick über zum Teil widersprüchliche Strategien und zeigen auf, wie sich Gewerkschaften für undokumentierte MigrantInnen einsetzen können.
  • In dem Interview mit Helen Schwenken beschreiben Alma und Marisol von TRUSTED Migrants aus Amsterdam, wie sich aus ihren Erfahrungen am Arbeitsplatz Privathaushalt ein selbstorganisierter Zusammenhalt entwickelt hat, der über die Selbsthilfe hinaus auch politische Forderungen artikuliert.
  • Die Entwicklungen auf europäischer Ebene beleuchtet der Beitrag von Michele LeVoy und Sabine Craenen von PICUM, dem europäischen Dachverband von Organisationen, die undokumentierte MigrantInnen unterstützen. Sie zeigen, dass die von der EU-Kommission vorgeschlagenen Maßnahmen zur Bestrafung von ArbeitgeberInnen, die undokumentierte MigrantInnen einstellen, eher die MigrantInnen selber treffen werden. Dem stellen sie einen Ansatz gegenüber, der die Konfliktfähigkeit von MigrantInnen erhöht und die Einlösung von Menschenrechten fordert.
  • Frank John nimmt die Forderung nach einer Legalisierung von illegalisierten MigrantInnen zum Ausgangspunkt für weitergehende Überlegungen zu gesellschaftlichen Veränderungen, in denen die Migration von Menschen kein Problem- sondern ein Normalfall sein sollte.