Heinrich-Böll-Stiftung   Migration   Integration   Diversity  
     
  IntegrationspolitikCitizenship & DemokratieReligionArbeitBildungKunst & KulturProjekte  
     
   
 
zurück

 
 
 
Kongress
Kongess, 26. - 28. Mai 2005 in Berlin-Kreuzberg

 Gefördert mit Mitteln der Europäischen Union.

Die Schlagzeilen, die den Berliner Stadtteil Kreuzberg weit über die Grenzen Deutschlands bekannt gemacht haben, sind zwiespältig: Hochburg der links-alternativen Szene, Klein-Istanbul, sozialer Brennpunkt. Der Stadtteil mobilisiert widersprüchliche Bilder und Emotionen. Einerseits hebt sich Kreuzberg durch seine soziokulturelle Vielfalt und Vitalität und den hohen Grad an Bürgerbeteiligung von anderen Bezirken Deutschlands mit vergleichbarer Sozialstruktur ab. Projekte wie der  „Karneval der Kulturen“ und die reichhaltige Kreuzberger Kulturszene sind Zeugnisse für die Lebendigkeit des Quartiers. Auf der anderen Seite zeichnen Bildungsnotstand, Arbeitslosigkeit und Auszehrung des Mittelstands eine Kreuzberger Alltagsrealität. Besonders dramatisch ist die Situation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Viele von ihnen fühlen sich ohne Perspektive. In der Konsequenz nehmen Rückzugstendenzen in das eigene ethnische und religiöse Milieu zu.

Verschiedentlich wurde Kreuzberg als Beispiel für das „Scheitern der multikulturellen Illusion“ ausgerufen. Die Heinrich-Böll-Stiftung hat mit der Konferenz genauer hingesehen: Welche Lehren lassen sich aus den Kreuzberger Erfahrungen für die Zukunft ziehen? Was muss Politik, was kann die Zivilgesellschaft für ein gelungenes Zusammenleben in Einwanderungs-Hochburgen tun?

Daher waren zentrale Themen des Kongresses:

  • Probleme und Potenziale des interkulturellen Lebens in Kreuzberg
  • Ökonomische und soziale Perspektiven des Stadtteils
  • Innovative Stadtteil-Projekte und Bürgerbeteiligung
  • Bildung / Jugendarbeitslosigkeit / Perspektiven von Jugendlichen
Dokumentation des Kongresses