"Émeutes" in den französischen Banlieues, "riots" im Norden Englands – gewalttätige Ausschreitungen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund scheinen zur Realität klassischer multikultureller Gesellschaften in Europa zu gehören.
Solche Aufstände zwingen die betroffenen Länder, über das eigene Verständnis von "Nation", "Gemeinschaft" und "Integration" zu debattieren: oft, um den Erfolg der multikulturellen Gesellschaft und liberaler Integrationspolitik in Frage zu stellen, und bestenfalls, um Fehler ihrer Integrationspraxis zu erkennen und zu korrigieren.
In Deutschland hat es bisher keine Jugendunruhen dieses Ausmaßes gegeben. Aber auch hierzulande gibt es Gewalt und Kriminalität besonders in sozial benanchteiligten Quartieren, oft sind migrantische Jugendliche daran beteiligt. Was können wir aus den Ereignissen bei unseren Nachbarn lernen? Welche Strategien brauchen wir für die positive Entwicklung in diesen Quartieren?