Heinrich-Böll-Stiftung   Migration   Integration   Diversity  
     
  IntegrationspolitikCitizenship & DemokratieReligionArbeitBildungKunst & KulturProjekte  
     
   
 
zurück
Nationaler Aktionsplan Integration Foto: Jochen Eckel

 

BEITRÄGE

Keine Angst: wir sprechen Deutsch!
Rede der Neuen deutschen Medienmacher auf dem Integrationsgipfel 2012 (weiter)

Deutsche jeder Farbe
von Sheila Mysorekar (weiter)

Partizipation und Teilhabe im Kontext interkultureller Schulentwicklung
von Dr. Antonietta P. Zeoli (weiter)

Der Nationale Aktionsplan verdient seinen Namen nicht
von Memet Kilic (weiter)

Zwischen interkultureller Öffnung und institutioneller Diskriminierung
eine Audioreportage von Elisabeth Gregull (weiter)

 
 
THEMA Der Integrationsgipfel 2012
Der Integrationsgipfel 2012 ging wiedermal ohne nennenswerte Ergebnisse zu Ende. Zwar formulierte die Bundesregierung nun anstelle des 2007 erstellten „Nationalen Integrationsplanes“ (NIP) einen „Nationalen Aktionsplan Integration“, dennoch wurden keine verbindlichen Maßnahmen oder Gesetze zur Umsetzung beschlossen. Die Bundesregierung möchte frühkindliche Sprachförderung weiter ausbauen und mehr MigrantInnen im öffentlichen Dienst beschäftigen. KritikerInnen fordern hingegen verbindliche Regelungen und ein Umdenken - es braucht keinen nationalen Integrationsplan, sondern einen "Aktionsplan gegen Rassismus". Was konkret für mehr Teilhabe und Gleichberechtigung von MigrantInnen und Menschen of Color geleistet werden muss und wie alltägliche und strukturelle Diskriminierung begegnet und bekämpft werden soll, dazu wurden auf dem Integrationsgipfel keine Antworten gefunden.

Wir stellen Ihnen hier zum THEMA Integrationsgipfel 2012 in loser Abfolge Beiträge um den Themenkomplex „Integration“, Rassismus und Teilhabe vor und hoffen die Debatte um einige Perspektiven zu erweitern.

Den Anfang macht die Rede der „Neuen deutschen Medienmacher“, die auf dem Integrationsgipfel gehalten wurde. Darin werden Rassismus und die mangelnde Repräsentation von MigrantInnen und Menschen of Color in den deutschen Medien thematisiert .

Der nächste Beitrag kommt von der Journalistin Sheila Mysorekar, die dem Mythos von 'Deutschsein' gleich 'Weißsein', dem Unterschied zwischen 'Assimilation' und 'Integration' und dem Label 'mit Migrationshintergrund' einiges entgegen zu setzen hat.

Dr. Antonietta P. Zeoli Vorsitzende des Vereins Public Diversity und Landeskoordinatorin des Netzwerks „Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte“ in Nordrhein-Westfalen wirft einen differenzierten Blick auf verschiedenste Zuwanderergruppen und kontextualisiert die Ergebnisse des Integrationsgipfel in Bezug zur Qualifizierung schulischer und außerschulischer Fachkräfte.

Der Bundestagsabgeordnete Memet Kilic konkretisiert in seinem Kommentar welche Maßnahmen getroffen werden müssen, um die Teilhabe von EinwanderInnen zu verbessern.

Die Journalistin Elisabeth Gregull sprach mit Annemie Burkhardt, Koordinatorin von „Berlin braucht dich!“, Eren Ünsal, Leiterin der Berliner Antidiskriminierungsstelle und der Schauspielerin Lara-Sophie Milagro über strukturelle Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt und die interkulturelle Öffnung der Berliner Verwaltung.

Lesen Sie hier das DOSSIER Der Nationale Integrationsplan auf dem Prüfstand

Der Schwerpunkt wurde konzipiert und redaktionell betreut von Julia Brilling.