Als 1971 in Kanada der Multikulturalismus unter dem Motto "Einheit mit Vielfalt" zur offiziellen Politik erklärt wurde, galt hierzulande die Doktrin 'Deutschland sei kein Einwanderungsland' und die Politik beschäftigte sich mit der Frage der "Rückkehrförderung" der Gastarbeiter. Auch wenn das Multikultalismus-Konzept in Deutschland wie in den meisten anderen europäischen Ländern - mit Ausnahme von Großbritannien und den Niederlanden - nie offizielles Leitbild wurde, diente es doch für viele, die der "Ausländerpolitik" kritisch gegenüberstanden, als Orientierungspunkt für eine aufgeklärte und fortschrittliche Politik im Umgang mit Minderheiten.
Welche Erfahrungen wurden in änderen Ländern mit der Multikulturalismus-Leitbild gemacht? Wie weit trägt es heute noch bei der Bewätligung der neuen Herausforderungen in den hoch komplexen und vielfältigen Gesellschaften? Sind wir an der Schwelle zu einem "post-ethnischen Zeitalter"? Liegt die Zukunft beyond multiculturalism?
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Rangoli - Colour Art von bbjee (Quelle: flickr)