| An Bildungsprozessen sind immer viele beteiligt: Neben Kindern und Jugendlichen, ErzieherInnen und LehrerInnen spielen vor allem die Eltern eine ausschlaggebende Rolle. Zahlreiche Untersuchungen der letzten Jahre zeigen, wie sehr sie den Bildungserfolg ihrer Kinder beeinflussen und dennoch sind gerade Eltern als Akteure in Bildungseinrichtungen vielfach unterrepräsentiert.
Partizipation in demokratischen Kitas und Schulen Eine zentrale Herausforderung für Kitas und Schulen besteht darin, eine Kultur der Verantwortung zu gestalten, die die Mitwirkung aller am Bildungsprozess Beteiligten sichert und zur guten Praxis macht. Nur so lassen sich Chancengleichheit, der professionelle Umgang mit Heterogenität und die optimale Förderung aller Kinder und Jugendlichen gewährleisten.
Gute Beispiele Die Fortbildungsreihe richtet sich an (zukünftige) ErzieherInnen und LehrerInnen sowie an Eltern und ihre VertreterInnen. In vier Veranstaltungen werden Praxisbeispiele aus dem Ausland und aus Berlin vorgestellt, die zeigen, wie Bildungseinrichtungen sich auf den Weg machen können, um Eltern erfolgreich in ihre Arbeit einzubeziehen. Im Rahmen der Reihe wird diskutiert, welche Strategien sich aus den Beispielen für eine stärkere Partizipation von Eltern ableiten lassen.
Kooperation Die Forbildungsreihe ist eine Kooperation des RAA Berlin und der Henrich-Böll-Stiftung mit Unterstützung durch die Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung dem Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM) dem Projekt "Ein Quadratkilometer Bildung" und der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik Berlin-Brandenburg (DeGeDe)
Anmeldung Bitte melden Sie sich spätestens 2 Wochen vor dem jeweiligen Veranstaltungstermin durch Ausfüllen des elektronischen Anmeldeformulars per Post oder per Fax (030.285 34-109) an.
Die Teilnahme an Einzelveranstaltungen der Reihe ist möglich. Die Zahl der TeilnehmerInnen ist begrenzt. Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos.
Einzelveranstaltungen
#1 Wie wird die Kita zum Familientreffpunkt? Donnerstag, 14. Mai 2009, 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Input und Praxisbeispiel 1: SureStartChildrensCentres - Mülheimer EEC Pilotprojekt Martina Kleinewegen - Leiterin der RAA Mühlheim
Praxisbeispiel 2: Servicestelle Elternbeteiligung und Sprachförderung Stephanie Woschniok, Müslüm Bostanci - Werkstatt für Integration und Bildung, Kreuzberg
Die Children's and Early Excellence Centres entstanden als «Bewegung von unten» in Englands Kindertagesstätten. Engagierte Teams entwickelten mit Unterstützung von Universitäten und unabhängigen Instituten Konzepte, um den besonderen Notlagen benachteiligter Familien zu begegnen. Im Mittelpunkt stehen das Kind mit seiner Einzigartigkeit und seine Eltern als die wichtigsten Erziehungspartner in den ersten Jahren. Mittlerweile hat die britische Regierung beschlossen, das Konzept in SureStartChildrens-Centres» landesweit in benachteiligten Regionen umzusetzen.
Die Berliner «Servicestelle Elternbeteiligung und Sprachförderung» ist eine Einrichtung, die in Kitas und Schulen arbeitet und die Vernetzung von Bildungsträgern im Stadtteil unterstützt. Sie gehört zum Kooperationsvorhaben «Werkstatt Integration durch Bildung» in Kreuzberg, an dem die bezirkliche Schulaufsicht und das Modellprogramm «Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund» beteiligt sind.
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# 2 Wie können Kitas und Schulen Bildungschancen von Einwandererfamilien erhöhen? Montag, 8. Juni 2009, 14 Uhr bis 18 Uhr
Input und Praxisbeispiel 1: Elternbeteiligung in Toronto Jeffrey Kugler – Executive Director, Center for Urban Schooling, University of Toronto
Praxisbeispiel 2: Ein Quadratkilometer Bildung Sascha Wenzel – Projektleiter, Ein Quadratkilometer Bildung Die kanadische Stadt Toronto hat sich das Ziel gesetzt, ihre Schulen zu «Weltmeistern der Chancengleichheit» zu machen, die den Kindern von Einwanderern den Weg in die Gesellschaft ebnen. Kinder optimal fördern, ihre kulturelle Identität bewahren, Eltern und Stadtteil intensiv beteiligen – das gelingt in Toronto beispielhaft. Zu den Erfolgsfaktoren gehören u.a. Konzepte von Elternbildung und Integrationsberatung an der Schule. «Ein Quadratkilometer Bildung» ist ein durch Stiftungen ermöglichtes zehnjähriges Projekt, das den Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen in zwei Berliner Stadtteilen – seit 2007 in Neukölln und seit 2008 in Moabit – Biographie begleitend in den Blick nimmt. Der Zusammenarbeit mit Eltern gebührt dabei eine besondere Aufmerksamkeit.
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#3 Wie wird die Schule zum Mittelpunkt eines Netzwerks? Donnerstag, 15. Oktober 2009, 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr
#4 Wie gelingt der Übergang in den Beruf? Montag, 16. November 2009, 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr |