Podiumsdiskussion Montag, 9. Juni 08, 19:30 bis 21:30 Uhr Ort: Galerie der Heinrich-Böll-Stiftung Rosenthaler Str. 40/41, Hackesche Höfe 10178 Berlin,
Bisher wurde Religion in der Menschenrechtsdebatte um China meist nur im Zusammenhang mit Tibet thematisiert. Sie spielt jedoch für die Gesamtverfassung demokratischer Rechte in ganz China eine Rolle und hängt mit den politischen Rahmenbedingungen zusammen. Während in der Kulturrevolution Tempel zerstört und Gläubige verfolgt wurden, sind seit den späten 1970ern Buddhismus, Taoismus, Islam, Katholizismus und Protestantismus als Religionen offiziell anerkannt und die Religionsfreiheit in der Verfassung festgeschrieben. Im Herbst 2007 wurde die aktive Rolle religiöser Persönlichkeiten und der Gläubigen bei der Förderung der gesellschaftlichen Entwicklung erstmals in einem Statut der KP China erwähnt. Doch was heißt diese Anerkennung für die Praxis, zumal sich religiöse Gruppen weiterhin nur offiziell unter der Kontrolle der Partei organisieren dürfen? Können unter den gegebenen Rahmenbedingungen religiöse Gruppen Impulse für die Entstehung zivilgesellschaftlicher Strukturen geben?
Mit u.a.: Shi Ming - freier Journalist, Deutsche Welle, Bonn Xiaobing Wang-Riese - Kulturanthropologin, Pädagogische Universität, Ürümqi (Xinjiang, China) Thomas Heberer – Prof. für Politikwissenschaft, Schwerpunkt Ostasien, Universität Duisburg-Essen
Informationen: Dr. Marianne Zepp Tel.: 030-285 34 234 E-Mail: zeitgeschichte@boell.de
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