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BEITRÄGE

Was wird unter Integration verstanden? Über diffuse Begriffe und populistische Stimmungsmacherei
von Kamuran Sezer (weiter)

Das Jahresgutachten „Einwanderungsgesellschaft 2010“ – Politische Implikationen
von Friedrich Heckmann (weiter)

Superwahljahr 2009: Und was ist mit der Integrationspolitik?
Interviews mit PolitikerInnen (weiter)

"Ungenutzte Potentiale": Gemischte Integrationserfolge in Europas Zuwanderungsland Nummer 1
von Franziska Woellert (weiter)

Zahnloser Tiger: Der Jugendintegrationsgipfel im Bundeskanzleramt
von Anne Köhler (weiter)

Nationaler Integrationsplan: Nebelkerzen aus dem Kanzleramt
von Mark Holzberger (weiter)

DOSSIER Der Nationale Integrationsplan auf dem Prüfstand
Das Dossier enthält kritische Analysen des von der Bundesregierung initiierten "Nationalen Integrationsplans". (weiter)

Gesellschaftlicher Integrationsvertrag
Die Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen präsentiert das Grundsatzpapier "Perspektive Staatsbürgerin und Staatsbürger - Für einen gesellschaftlichen Integrationsvertrag" (weiter)

Der Deutsche Integrationsgipfel
(weiter)

 
 
Integrationspolitik
Erstmals seit Ende der 1970er Jahre stehen in Deutschland wieder Fragen und Probleme der Integration von Zugewanderten sichtbar auf der politischen Tagesordnung. Schon damals hatte der erste Ausländerbeauftragte des Bundes und ehemalige Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen Heinz Kühn in seinem Memorandum „Stand und Weiterentwicklung der Integration der ausländischen Arbeitnehmer und ihrer Familien“ das Diktum „Deutschland ist kein Einwanderungsland“ in Frage gestellt. Das Kühn-Memorandum von 1979 ist das erste offizielle Dokument, das die Einwanderungsrealität in Deutschland als einen unumkehrbaren Prozess anerkennt und den Perspektivwechsel der Politik von einer Förderung der "Rückkehr" hin zur Förderung der "Integration" der MigrantInnen und ihrer Nachkommen fordert.

Mehr als ein Vierteljahrhundert hat es gebraucht, bis sich diese Erkenntnis auch gesellschaftlich durchgesetzt hat und die Forderung nach einer Politik, die gleiche Partitizipations- und Teilhabechancen auch für MigrantInnen gewährleistet, vom Rand in die Mitte der politischen Debatte gerückt ist. Denn in all diesen Jahren hat sich an der grundlegenden Problemlage nur wenig geändert, während die lange Untätigkeit und anhaltende Diskriminierung eher noch zur Verschärfung von Missständen und neuen Konflikten beigetragen hat.