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Im Analysieren sind wir stark – aber wo bleiben unsere Handlungsideen?
Fragen an Wilhelm Heitmeyer (weiter)

Auswege aus dem Gewaltdilemma - Was die Schule in benachteiligten Stadtteilen gegen Gewalt leisten kann
von Helmut Hochschild (weiter)

Neukölln: Knallhart, aber nicht hoffnungslos. Jugendarbeit in einem schwierigen Bezirk
Von Gabriele Vonnekold (weiter)

Grenzen setzen, positives Lebensgefühl stärken: Wie die Gewalt im Rollbergviertel zurückgedrängt werden konnte
von Ayten Köse (weiter)

Präventionsarbeit in einem sozialen Brennpunkt: Das Jugendrechtshaus in Berlin-Neukölln
Von Stefan Bonikowski (weiter)

Sozialraumnahe bzw. „Soziale Mediation“ in städtischen Problemquartieren
von Frank Winter (weiter)

 
 
Zukunftswerkstatt
Termin: Freitag, den 7. März 2008, 15 - 19.30 Uhr
Ort: Jugendzentrum Lessinghöhe, Mittelweg 30, 12053 Berlin-Neukölln 

Tagungsbericht
 
Über Jugendgewalt wird immer wieder heftig diskutiert – besonders in Wahlkampfzeiten. "Neukölln knallhart?" nähert sich dem Thema aus der eher wenig beachteten Perspektive des Quartiers bzw. des Sozialraums. Die Forschung geht davon aus, dass bestimmte Arten von Kriminalität (sog. „Straßenkriminalität“, aber auch Gewaltkriminalität) sich in Kiezen ballt, in denen sich auch sonstige soziale Probleme häufen. Jugendgewalt ist dabei als öffentlich sichtbare Aggression die Spitze eines Eisbergs, unter dessen Oberfläche sich häusliche Gewalt, Desintegration und Verwahrlosung verbergen. Soziale bzw. zivilgesellschaftliche Kräfte, die Eskalationen verhindern oder eindämmen könnten, sind schwach und gelähmt.

Welches sind also die Ursachen jugendlicher Gewalt? Welche Effekte hat das Quartier, in diesem Fall das sog. Problemquartier, auf die Gewaltbereitschaft und Konfliktfähigkeit von Jugendlichen? Wie können sich Bewohner/innen und soziale Einrichtungen wirkungsvoll für einen lebenswerten Stadtteil engagieren?

Auf der Suche nach Antworten begibt sich die Tagung in den Berliner Stadtteil Neukölln. Neukölln steht wiederholt im Brennpunkt des Medieninteresses, wenn es um Jugendgewalt geht, um Spannungen und Aggressionen – nicht erst seit 2006, seit dem "Rütli-Brandbrief" und dem Spielfilm "Knallhart". Aber Neukölln ist auch durch eine lebendige und kreative Jugendarbeit und Jugendkultur geprägt, die dem Negativimage ein positives Lebensgefühl entgegen setzt.

Der Ort ist bewusst gewählt, um sowohl auf die konkrete Situation eingehen zu können als auch bundesweit übertragbare Lösungen zu erarbeiten. Die Tagung bringt lokale Akteure, die in Neukölln und anderen Berliner Bezirken Jugend- bzw. Bildungsarbeit machen, mit einer interessierten Fachöffentlichkeit und Multiplikator/innen aus dem Bundesgebiet zusammen.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Jugendamt Neukölln.

P R O G R A M M

15.00 Uhr   Anmeldung
15.30 Uhr  Begrüßung 

  • Sabine Drewes, Heinrich–Böll-Stiftung
  • Gabriele Vonnekold,  Jugendstadträtin Berlin-Neukölln

15.50 Uhr  Input: Strategien gegen (Jugend-)Gewalt im Stadtquartier - neueste Erkenntnisse
Prof. Wilhelm Heitmeyer; Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung, Universität Bielefeld

16.30 Uhr Neuköllner antworten:

  • Stefan Bonikowski, Präventionsbeauftragter des Polizeipräsidiums Berlin
  • Helmut Hochschild, Schulrat, ehem. Rektor der Rütli-Schule
  • Ayten Köse, Quartiersmanagement Rollberg-Quartier

Diskussion

17.30 Uhr  Kaffeepause

18.00   Kommentare aus anderen Kommunen

  • Frank Winter, Täter-Opfer-Ausgleich Bremen  
    „Schlichten in Nachbarschaften des Täter-Opfer-Ausgleichs“ Bremen
  • Kerstin Lück, Deeskalationstrainerin und Mediatorin
    Modellprogramm „Wir kümmern uns selbst“

Diskussion

19.00 Uhr          Zusammenfassung und Ausblick:
Sanem Kleff, Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Gesamtmoderation: Sanem Kleff, Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

19.30 Uhr   Imbiss