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Foto: Ilagam, "Fensterbilder", Quelle: www.piqs.de - CC Lizenz, Some rights reserved, Namensnennung

 

BEITRÄGE

Institutionelle Diskriminierung im Bildungs- und Erziehungssystem
von Mechthild Gomolla (weiter)

What can Germany learn from the British school system’s engagement with ethnic, cultural and religious diversity?
by Vini Lander (weiter)

Diskriminierung von Lehrkräften mit Migrationshintergrund
von Magdalena Tartakowska und Lisanne Ackermann (weiter)

Schule und Migration: Debatten und Diskriminierungen
von Borris Diederichs (weiter)

 
 
DOSSIER Schule mit Migrationshintergrund
Diskriminierung findet statt, wenn Gleiche ungleich behandelt werden, oder wenn Ungleiche am selben Maßstab gemessen werden. Beide Formen der Diskriminierung sind in Bezug auf Migranten im deutschen Bildungssystem festzustellen. Diskriminierung geschieht durch Vorurteile und unzureichende Verantwortungsübernahme von EntscheidungsträgerInnen, durch bildungspolitische Rahmenbedingungen oder schulspezifische Organisationsprozesse und -strukturen. Diskriminierung tritt nicht systemspezifisch auf, sondern ist mit anderen Gesellschaftsbereichen verwoben.
  • Mechthild Gomolla erklärt das Konzept der institutionellen Diskriminierung und wie sich diese auf Übergangsempfehlungen an Übergangsschwellen im Schulsystem auswirken. Insbesondere mit dem Blick auf Großbritannien macht sie deutlich, wie darüber hinaus die Selektion durch die Tendenz der Autonomisierung und die Einführung von Marktprinzipien verschärft wird.
  • Im Gegensatz zu Deutschland verfügt Großbritannien über eine Tradition antirassistischer und Antidiskriminierungs-Gesetzgebung und Bildungspolitik, die bis in die 70er bzw. 80er Jahre zurückführt. Wie Schulen diese umsetzen, hängt häufig davon ab, wie heterogen ihre Schülerschaft ist. Dennoch bleiben Fragen fortwährender ungleicher Bildungsbeteiligung und rassistischer Übergriffe an Schulen ungeklärt, stellt Vini Lander fest.
  • Der Ruf nach mehr Lehrkräften mit Migrationshintergrund an Schulen und Hochschulen versperrt den Blick darauf, dass auch diese täglichen Diskriminierungen ausgesetzt sind. Magdalena Tartakowska und Lisanne Ackermann berichten von Erfahrungen solcher Lehrkräfte insbesondere aus dem Ausland - ein Thema, das in Deutschland bislang kaum erforscht ist.
  • Borris Diederichs diskutiert das Konzept affirmative action für das deutsche Bildungssystem und zeigt Probleme und Grenzen dieses Konzepts auf. Notwendig seien multidimensionale Strategien, die alle Akteure des Erziehungs- und Bildungsprozesses einbeziehen.