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BEITRÄGE

Bildungsziele von türkischen und deutschen Eltern - was wird unter Bildung verstanden und wer ist für die Vermittlung von Bildung zuständig?
von Birgit Leyendecker (weiter)

Schulerfolg durch Elternselbstorganisation: das Beispiel des spanischen Elternvereins
von Adolfo Fernández (weiter)

„Eltern aktiv“: Einbeziehung von Eltern mit Migrationshintergrund in die Berufsorientierung ihrer Kinder
von Sabine Kümmerle, Alexei Medvedev, Toralf Gonzales (weiter)

Entwicklung der Elternarbeit an der Fichtelgebirge-Grundschule
von Annette Spieler (weiter)

 
 
DOSSIER Schule mit Migrationshintergrund
Das Elternhaus ist neben der Schule ein bedeutender Einflussfaktor auf den Schulerfolg von Kindern und Jugendlichen, wie PISA für Deutschland zeigt. Eltern bestimmen aufgrund ihrer eigenen Bildungs- und Einkommenshintergrunds die Schullaufbahn ihrer Kinder, sie signalisieren Leistungserwartungen, beeinflussen durch ihre Förderung die kindliche Entwicklung und durch ihre Kontrolle, insbesondere der Hausaufgaben, den schulischen Erfolg. Unter anderem dadurch entsteht die enge Kopplung von sozialer Herkunft und Bildungserfolg. Ein gängiges Vorurteil richtet sich auf die mangelnde Bildungsorientierung und schulische Unterstützung von und durch Migranteneltern. Tatsächlich muss sich auch die Elternarbeit von Schule interkulturell öffnen, um die Eltern in die schulischen Prozesse zu integrieren. Des Weiteren bedarf es starker Elternvertretungen, die den Rechten und Forderungen von Eltern mit Migrationshintergrund Verhör verschaffen.
  • Türkische wie deutsche Eltern erstreben für ihre Kinder die höchsten Bildungsabschlüsse. Unterschiede liegen darin, was mit Bildung erreicht werden soll, sowie wer für die Bildung der Kinder verantwortlich ist - die Schule oder das Elternhaus? Die Erkenntnisse über die elterlichen Vorstellungen von Bildung, die Birgit Leyendecker aufzeigt, geben Hinweise darauf, was in der Kommunikation zwischen Schule und Eltern bedacht werden muss.
  • Adolfo Fernández führt am Beispiel des spanischen Elternvereins vor, welche große Bedeutung Elternselbstorganisationen haben und wie mit Hilfe von Elternvereinen die Bildungsergebnisse verbessert werden können.
  • Sabine Kümmerle, Alexei Medevedev und Toralf Gonzales beschreiben, wie die Hamburger Beratungs- und Koordinierungsstelle zur beruflichen Qualifizierung von jungen Migrantinnen und Migranten (BQM) gezielt die verschiedenen Migrantengruppen zu erreichen versucht. Ziel ist die Optimierung von Information und Beratung von Migranteneltern zur besseren Unterstützung ihrer Kinder beim Übergang von der Schule in den Beruf.
  • Annette Spieler, Schulleiterin der Fichtelgebirge-Grundschule, berichtet von alternativer und interkultureller Elternarbeit an ihrer Schule mit Hilfe der Einrichtung eines Elterncafés. Das Café bietet einen Rahmen, in dem Eltern und Schule sich austauschen können und der Eltern dazu anregt, sich aktiv ins Schulgeschehen einzumischen.