In den Kommunen und in den Wohnquartieren sind die Auswirkungen der Zuwanderung am deutlichsten spürbar. Die räumliche Verteilung der Zuwanderer ist nach Bundesländern und Regionen, aber auch in Städten sehr unterschiedlich. In manchen Großstädten der alten Bundesländer erreicht ihr Anteil fast ein Drittel der Gesamtbevölkerung.
Viele Städte, Kreise und Gemeinden haben erkannt, dass von der gelingenden Zuwandererintegration nicht nur der soziale Frieden abhängt, sondern dass sie vor allem als Wirtschaftsfaktor einen Gewinn bedeuten und Chancen für die gesamte Stadt/Region darstellen kann. Daher wird Integration zunehmend als kommunalpolitisches Gesamtanliegen betrachtet, das alle kommunale Handlungsfelder und Akteure betrifft und einbeziehen muss.
Diese Erkenntnisse führten einige Kommunen zu einem Politikwechsel: Galt Integration bisher als Politikfeld einzelner kommunaler Fachpolitiken, werden inzwischen die einzelne Maßnahmen und Strategien über Ressortgrenzen hinweg in fachübergreifenden Gesamtkonzepten gebündelt. Integrationspolitik ist zur Querschnittsaufgabe geworden.
Integrationskonzepte deutscher Städte und Kommunen:
Berlin: Das Integrationskonzept für Berlin .gif)
Bremen: Konzeption zur Integration von Zuwanderern und Zuwanderinnen im Lande Bremen 2003 - 2007
Essen: Zweiter Umsetzungsbericht zum Handlungskonzept für die interkulturelle Arbeit
Leitlinien der interkulturellen Orientierung
Frankfurt: Integrationsbericht 2005
Leipzig: Die Integration der Migranten in Leipzig als Querschnittsaufgabe
München: Grundsätze und Strukturen der Integrationspolitik der Landeshauptstadt München
Nürnberg: Integrationsprogramm der Stadt Nürnberg
Stuttgart: Stuttgarter Bündnis für Integration - Perspektiven für unsere internationale Stadt