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BEITRÄGE

Studie „Migranten und Medien 2007“: Keine mediale Parallelgesellschaft
von Ekkehardt Oehmichen (weiter)

Partizipation und Sichtbarkeit von MigrantInnen und Minderheiten in Kunst, Kultur und Medien
von Kien Nghi Ha (weiter)

Erfahrungen aus dem Interkulturellen Netzwerk beim Deutschen Journalisten Verband
von Minou Amir-Sehhi (weiter)

Medienvielfalt, Anders: Junge MigrantInnen in den Journalismus
Ein Stpendienprogramm der Heinrich-Böll-Stftung (weiter)

 
 
DOSSIER Medien & Diversity
Auch die Studie der ARD/ZDF-Medienkommission „Migranten und Medien 2007“ zeigt, dass die Transnationalisierung von Medienkulturen und Medienkonsum kein Problemfall, sondern der Normalfall ist und nicht nur bei Menschen mit Migrationshintergrund zu beobachten ist. Die Konkurrenz, die die national ausgerichteten öffentlich-rechtlichen Mainstreammedien aufgrund von Kommerzialisierung und Globalisierung durch kommerzielle Anbieter und durch sog. Ethnomedien (also v.a. kommerzielle Satellitensender aus Herkunftsländern von MigrantInnen sowie fremdsprachige Tageszeitungen) erfahren, zwingt die Grundversorgungs-Sender und die Presse in Deutschland dazu, die MigrantInnen in ihrem Angebot besser als bisher zu berücksichtigen. Die Studie zeigt v.a. auf, dass die Rede von der Entstehung medialer „Parallelgesellschaften“ oder „Ghettos“ empirisch nicht haltbar ist. Am Unbequemsten für die Öffentlich-Rechtlichen dürfte sein, dass die Mehrheit der MigrantInnen in Deutschland primär privatkommerzielle Unterhaltungsformate konsumiert und erst mit deutlich geringerer Häufigkeit ARD und ZDF sowie die „home-country“-Medien.
  • Ekkehardt Oehmichen fasst die Ergebnisse der ARD/ZDF-Studie „Migranten und Medien 2007“ zusammen und zeigt, welche Schlüsse die Öffentlich-Rechtlichen aus ihrer Selbstbeforschung ziehen.
  • Während sich die großen Medienunternehmen vor allem Menschen mit Migrationshintergrund als  KonsumentInnen interessieren, rücken WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen „people of colour“ und MigrantInnen als aktive MacherInnen in Kultur und Medien in den Vordergrund. Kien Nghi Ha zeigt am Beispiel des sog.  „deutsch-türkischen“ Film, welche positiven Entwicklungen seit Anfang der 90er Jahre zu beobachten sind, aber auch, wo immer noch Brüche und Widerstände lauern.
  • Die ARD-Korrespondentin Minou Amir-Sehhi berichtet von den subtilen Hürden, die JournalistInnen mit dunkler Hautfarbe oder exotisch klingenden Namen überwinden müssen, um anzukommen, und schildert Erfahrungen von JournalistInnen, die im Interkulturellen JournalistInnen-Netzwerk zusammengeschlossen sind.
  • Zum Schluss stellen wir das Stipendienprogramm der Heinrich-Böll-Stiftung „Medienvielfalt, Anders“ vor, das an interessierte junge MigrantInnen gerichtet ist, die einen Medienberuf ergreifen wollen.