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BEITRÄGE

Interkulturelle mediale Integration: Mittelweg zwischen Assimilation und Segregation
von Rainer Geißler (weiter)

Medien zwischen Diskriminierung und Diversity
von Andreas Linder (weiter)

Offen statt bunt! Einwanderer als Journalisten in deutschen Massenmedien
von Miltiadis Oulios (weiter)

Gender als Motor für Diversity - Zur Präsenz von Migrantinnen und anderen Frauen in deutschen Medien
von Bärbel Röben (weiter)

Der Westdeutsche Rundfunk – Integration als business case
von Gualtiero Zambonini (weiter)

Vom „Gastarbeiterfunk“ in die Mitte des Programms
von Karl-Heinz Meier-Braun (weiter)

 
 
DOSSIER Medien & Diversity
Die großen Anstalten unternehmen Anstrengungen, das Mediennutzungsverhalten von MigrantInnen zu erforschen, um ihr Programm besser auf deren Interessen und Bedürfnisse auszurichten. Diversity-Mainstreaming beschränkt sich vor allem auf die Mediennutzungspräferenzen dieser neu entdeckten Zielgruppe und damit letztlich die ökonomische Konkurrenz zwischen öffentlich-rechtlichen und kommerziellen Medien um ihre Gunst.

Wo sind glaubwürdige Initiativen und Ansätze zu finden, die zum Ziel führen, die gesellschaftliche Vielfalt auf allen Ebenen - vor wie hinter der Kamera, an den Redaktionstischen, im Führungspersonal und dem Management von Medienunternehmen - abzubilden? Und was muss noch getan werden, damit diskriminierende Inhalte im Nachrichtengeschäft und stereotype Rollenbilder im Unterhaltungsgenre überwunden werden?

  • Rainer Geißler führt in das im wissenschaftlichen Kontext erarbeitete Konzept der „interkulturellen medialen Integration“ ein. Er zeigt auf, unter welchen normativen Gesichtspunkten eine Integration von MigrantInnen in die mediale Öffentlichkeit erfolgen und in welchen Bereichen ein „Diversity Mainstreaming“ angesiedelt werden sollte.
  • Andreas Linder diskutiert auf der Basis kultur- und globalisierungstheoretischer Gesichtspunkte, warum von Diversity und nicht von Integration gesprochen werden sollte und welche politischen und ökonomischen Prozesse einem Diversity Mainstreaming zuwider laufen. Er stellt den Status Quo des Diversity Mainstreamings im Bereich der Medien in verschiedenen westlichen Staaten und der EU vor und vergleicht diese mit der Situation in Deutschland.
  • Miltiadis Oulios zeigt, dass die Vorschläge des Nationalen Integrationsplans bezüglich der Integration der MigrantInnen in den Medien erst bei wenigen Medienunternehmen Eingang gefunden hat. Diversity Mainstreaming beim Personal ist bei vielen noch ein Fremdwort und manche haben nicht vor, von ihrer bisherigen (Nicht-)Praxis abzuweichen.
  • Bärbel Röben beschäftigt sich primär mit der Situation von Journalistinnen mit Migrationshintergrund. Trotz einzelner positiver und prominenter Beispiele lassen die Darstellung von Frauen in Nachrichten- und Unterhaltungsformaten als auch die Förderung der Einstellung von weiblichen Journalistinnen zu wünschen übrig.
  • Der WDR gilt als führend, was einen neuen Umgang mit der Migrationsgesellschaft und betriebsinterne Initiativen in diese Richtung angeht. Der Integrationsbeauftragte Gualtiero Zambonini stellt die programmatischen Ansätze des Senders in Programm und Personalpolitik vor.
  • Karl-Heinz Meier-Braun ergänzt diese Darstellung der Initiativen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks mit der Praxis des SWR und mit einem geschichtlichen Überblick – vom Gastarbeiterfunk in den 60er Jahren bis zum interkulturellen Mainstream-Programm - und stellt aktuelle Projekte des Senders vor, z.B. das „Islamische Wort“.